
Wie Eltern die Trotzphase erfolgreich überstehen
Manchen Eltern mag diese Phase endlos erscheinen, wie ein Dauerzustand, der anhält, seit die ersten Worte aus dem kleinen Mund purzelten? Keine Sorge! Jedes Kind kommt irgendwann aus der Trotzphase heraus. Bei einigen dauert es nur ein bisschen länger als bei anderen. Im Grunde ist diese Phase zwischen 2 und 5 Jahren aber ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Kindes. Gewissermaßen ist es auch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Eltern. Danach bringt sie so leicht nichts und niemand mehr aus der Ruhe.
Was steckt hinter der Trotzphase?
In der Trotzphase lernt das Kind, seinen eigenen Willen auszubilden. Möchte man keine Maschine als Nachkommen haben, ist es also eine durchaus begrüßenswerte Entwicklung. Die Kleinen entwickeln allmählich Vorstellungen von dem, was sie möchten. Das große Problem ist nur, dass sie nicht alles tun können, was sie möchten. Entweder reichen ihre körperlichen Fähigkeiten noch nicht aus oder Erziehungspersonen setzen ihnen Grenzen. Wenn man bei Hunger gerne etwas Süßes essen möchte und die Kindergärtnerin erklärt, dass das ungesund sei, ist das wirklich frustrierend.
Dementsprechend enttäuscht reagieren Kinder in einer solchen Situation. Den Umgang mit Frustration und Enttäuschung zu lernen, ist eine weitere Entwicklungsaufgabe, die in der Trotzphase bewältigt werden muss. Das Kind entdeckt die Welt und möchte alles ausprobieren, testen und experimentieren. Wird dem nun ein Riegel vorgeschoben, bringt das bislang ungekannte Enttäuschung mit sich.
Den Trotz umgehen oder mit dem Trotz umgehen?
Bereits in der Trotzphase gilt es, die individuelle Entwicklung des Kindes zu fördern. Es ist im Grunde ein äußerst sinnvolles Verhalten, bestimmte Interessen zu entwickeln und sie zu verfolgen. Unterbinden Eltern das zu stark, haben sie später einen lustlosen Stubenhocker, der verlernt hat, sich für irgendetwas zu begeistern.
Natürlich kann ein 3-Jähriger noch nicht einschätzen, was problemlos geht und was lebensgefährlich ist. Hier müssen die Eltern einen gewissen Rahmen setzen, in dem das Kind dann frei agieren darf. So kann es sich ausprobieren und Trotzreaktionen werden auf ein Minimum reduziert.
Kommt es doch zu einem der gefürchteten Tobsuchtanfälle, gilt es ruhig und konsequent zu bleiben. Ein Kind kann sich einfach noch nicht schnell selbst regulieren. Da müssen Eltern Geschrei und Getobe einfach ertragen. Ist das Kind wieder ruhig, hilft ein kleiner Rückblick auf die Situation. Was war los? Warum hast du so reagiert? Wie hättest du anders reagieren können? Das nimmt den Trotzreaktionen nach und nach den Wind aus den Segeln.